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3x Minibackofen mit Umluft – welcher ist zu empfehlen?

Mein Minibackofen mit Umluft-Test, endlich ist er fertig! Dafür habe ich mir drei Modelle herausgesucht aus dem riesigen Angebot an derlei Brutzelmachinchen. Ich bin ehrlich, die ganz billigen Mini Backöfen habe ich gleich links liegen gelassen. Nicht einmal wegen der entsprechend vielen negativen Bewertungen auf den einschlägigen Webseiten, sondern weil wir alle schließlich schon die Erfahrung gemacht haben; zu billig gekauft bedeutet meist, in Kürze NOCHMAL kaufen. Und nochmal….

3 Modelle - Minibackofen mit Umluft

Ebenso musste es kein Supersondermodell sein, das mit verchromten Außenflächen aufwartet oder tollen Blinkie-HiTech-Drehknöpfen. Ich bin da eher der Pragmatiker. Es soll erschwinglich sein, nach wenigen Betriebsstunden nicht schon den Geist aufgegeben haben und die vom Hersteller angegebenen Parameter müssen innerhalb der Toleranzen liegen.

Nach einiger Recherche haben sich dann drei Modelle herauskristallisiert, auf die ich neugierig war. Das eine Modell hatte ich mir dann schon vor einiger Zeit zugelegt, kann daher mit Sicherheit sagen, dass es wirklich immer Gewehr bei Fuß steht und so funktioniert, wie ich es mir für dessen Einsatz wünsche.

Die Minibacköfen

Nennen wir das Kind beim Namen, es sind die Modelle BG 1055E und BG 1550 von Rommelsbacher, sowie der TO 2057 von Severin. Damit ihr die Geräte im Einsatz erleben könnt, hier mein Video zum Test. Ich habe jeweils zum Backen einen einfachen veganen Muffinteig mit Schokosplittern vorbereitet und für 30 Minuten bei 170°C backen lassen. Mit UMLUFT natürlich!!!

Hier nochmal die technischen Daten der Geräte in Tabellenform. Da es in meinem Test nicht darum ging, technische „Totalausfälle“ am Minibackofen-Markt zu finden, sondern die Funktionsfähigkeit des entsprechenden Minibackofen mit Umluft für unsere vegane Muffinbackerei als bestätigt herauszustellen, kann ich alle drei vorgestellten Modelle empfehlen.

Vergleich Minibackofen mit Umluft

Rommelsbacher BG 1055/ESeverin TO 2057Rommelsbacher BG 1550

Details ansehenDetails ansehenDetails ansehen
1050W1000W1550W
18 Liter18 Liter30 Liter
bis 230°Cbis 230°Cbis 230°C
UmluftUmluftUmluft
Innenbeleuchtungkeine InnenbeleuchtungInnenbeleuchtung
Zeitschaltuhr bis 60 minZeitschaltuhr bis 60 minZeitschaltuhr bis 120 min
Heizstäbe und Umluft separat schaltbarHeizstäbe und Umluft separat schaltbarHeizstäbe und Umluft separat schaltbar
79,90€96€96€

Jeder Ofen hat seinen Zweck erfüllt und das innerhalb gleicher Startparameter wie Backdauer, Backtemperatur, Füllmenge etc. Sicher mag manchen Leser noch interessieren, ob man damit auch Pizza knusprig bekommt oder gar ein totes Huhn. Aber, Leute, das ist nicht das Thema dieses (veganen!) Blogs. Hier geht es nur um MUFFINS!

vegane Muffins frisch aus dem Minibackofen mit Umluft

Was mich persönlich bei allen Modellen verwundert hat, die Rillen, in die die Backbleche geschoben werden, sind NICHT von vorn bis hinten komplett durchgezogen. Das birgt natürlich die Gefahr, dass alles auf dem Blech im ungünstigen Fall mal einfach in den Backraum fällt. Bei „trockenen“ Muffins mag das kein großes Ding sein, aber was ist mit z.B. fettigeren oder saftigen Backwerken? Irgendwie haben die Gehäusebauer ihre Entwicklungen diesbezüglich nicht ganz zuende gedacht. Aber warum bei ALLEN Minibackofen-Modellen und sogar verschiedenen Herstellern? Ein Mysterium….

Minibackofen mit Umluft Modell Severin TO 2057

Das bedeutet, seid doppelt vorsichtig, speziell beim Herausnehmen der Gitter/Bleche. Gut zu Pass kommt dabei der mitgelieferte Griff (bei den Rommelsbacher Modellen), der es wirklich sicher macht, sich nicht an den heißen Wandungen zu verbrennen. Aber eine Garantie, dass die Backwerke nicht bei einer ungünstigen Bewegung hinten herunterrutschen, ist es leider nicht.

Die Sache mit den Temperaturen…

Ein paar Worte zur Genauigkeit der Temperatureinstellung am Minibackofen mit Umluft. Man sollte nicht erwarten, dass die Zahlen am Gehäuse exakt den Temperaturen im Backraum entsprechen, nur weil man sie so einstellen kann. Dafür bedürfte es viel genauerer Mess- und Regelsysteme. Die Thermostate in den Minibacköfen sind dafür zu ungenau. Abweichungen um 10-30 Grad sind üblich und sollten kalkuliert werden.

Erfahrungsgemäß macht es zumindest den Muffins nichts aus, mit durchschnittlich 20 Grad mehr oder weniger gebacken zu werden.
Dasselbe gilt für die Backzeit; mal fünf Minuten mehr oder weniger belässt unsere veganen Muffins weder im Rohzustand, noch verwandelt es sie in Kohle. Sie sind einfach nur entweder ein wenig feuchter oder trockener. Wobei der Unterschied nicht wirklich zu merken ist. Viel auffälliger ist dagegen, wie viel lockerer und aromatischer ein noch warmer Muffin ist, während er sich bereits am nächsten Tag eher „kompakt“ anfässt und auch das Aroma eher dezent geworden ist. Was natürlich nicht heißt, dass er ungenießbar wäre, aber frisch ist frisch…

Nun, ich habe die Temperatur im Backraum mithilfe eines Pyrometers gemessen. In diesem Fall habe ich ein Infrarot-Thermometer verwendet. Was bei der Benutzung zu beachten ist; die Messung klappt nur auf matten Oberflächen zuverlässig und genau. Das heißt, bei spiegelnden Flächen wie Glas oder blankem Metall muss man tricksen. Da die Innenflächen der Minibacköfen teils stark reflektierend sind bzw. eine Messung durch das Glas der Fronttüre nicht möglich ist, habe ich einfach eine matt beschichtete Blechbackform in die Röhre gestellt.

Diese nimmt nach kurzer Zeit die Temperatur der Umgebungsluft an, sprich, die eigentlich vorherrschende Backtemperatur. Überraschenderweise lag diese bei zwei Modellen sehr nah an dem gewünschten Wert. Ob man nun ein Gerät beim Kauf erwischt, das tatsächlich so genau getuned wurde, ist aber reine Glückssache.

Also, einstellen auf 170°C, gut fünf Minuten den Minibackofen aufheizen lassen, mindestens, bis das Thermostat das erste Mal abgeschaltet hat, dann Ofentür auf und schnell die Temperatur der Backform gemessen. Meine Ergebnisse:

Temperaturmessung mit dem Pyrometer

BG 1055E
TO 2057
BG 1550

Ihr seht, es ist manchmal recht praktisch, solch ein kleines Helferlein zu besitzen. Vor allem, wenn man doch mal ein paar zu „rohe“ Muffins dabei gehabt haben sollte. Dann kann ein Vergleich der eingestellten Temperatur und der tatsächlichen zumindest beim nächsten Backtag helfen. Einfach die fehlenden z.B. 20 Grad am Regler dazurechnen.

Pyrometer - Infrarot Thermometer

Am Ende des Minibackofen-Tests

Soweit zu meinen Erfahrungen mit diesen drei Minibacköfen mit Umluft. Wenn es der Platz erlaubt, würde ich klar das größere Modell von Rommelsbacher, den BG 1550, empfehlen. Einfach, weil sich gleich mal zwei Bleche pro Backvorgang unterbringen lassen. Der Kostenunterschied zum kleineren Bruder ist einfach zu gering, als dass ich dort geizen würde. Wie gesagt, lediglich das Volumen dieses Minibackofens sollte schon in eure Kochnische passen.

2 Bleche vegane Muffins im Minibackofen mit Umluft

Die Entscheidung zwischen dem Modell BG 1055E und dem TO 2057 kann man guten Gewissens auch einer Münze überlassen – wenn man nicht allzu viel Wert auf die (fehlende) Innenbeleuchtung beim Ofen von Severin legt. Denn dies war, wie bereits erwähnt, der einzige tatsächlich nennenswerte technische Unterschied zwischen diesen Modellen. Ansonsten sind beide für das Backen von Muffins gleichermaßen geeignet.

Ihr könnt natürlich gern auch noch nach anderen Mini Backofen-Modellen stöbern, aber vermeidet Geräte im untersten Preissegment, damit wird man einfach nicht glücklich. 49,95€ mögen verlockend erscheinen, vor allem für ein neues Modell, aber wo soll dort noch Qualitätsmaterial stecken, geschweige hochwertige Handarbeit bei der Montage?

Selbst Preise um 100€ sind eigentlich noch jenseits von gut und böse. Leider bewahrheitet sich aber immer wieder, dass selbst hochpreisigere Markengeräte eine eingebaute Obsoleszenz besitzen. So dass man vor einem Neukauf oder Reklamation unterhalb der Garantiezeit nicht gefeit ist. Den Mittelweg zwischen Kosten und Wertigkeit eines Produktes zu finden, liegt nach wie vor beim Kunden und ist trotz aller öffentlicher Produkttests und Reviews auf Verkaufsseiten immer auch ein Spiel mit dem Glück, kein „Montags-Gerät“ erwischt zu haben.

In dem Sinne, viel Spaß beim Experimentieren mit euren veganen Muffins im Minibackofen mit Umluft eurer Wahl. 😉

Ava

vegane Muffins gebacken mit dem Minibackofen mit Umluft

 

Vegane Muffins backen mit einem Minibackofen mit Umluft

Ohne viel Aufwand. Minibackofen mit Umluft einschalten, und es muss losgehen. Kein Holz schleppen, keinen überdimensionierten Elektro- oder Gasherd aka Küchenheizung anwerfen für eine Handvoll Kuchen. Nein, es musste ein kleines, knuffiges Küchengerät „für zwischendurch“ sein! Unkompliziert, platzsparend und dem Zweck angepasst. Ausreichend. Ohne Schnickschnack, fast schon spartanisch. Weil das genau mein Ding ist.

Minibackofen mit Umluft für vegane Muffins

Ich habe einen schönen Herd, groß, wuchtig, zwei Backbleche passen notfalls gleichzeitig rein. Macht auch richtig Betrieb, Brötchen oder Pizza im Akkord, alles möglich.

AAABER was, wenn ich nur mal fix etwas für den Nachmittag backen will? Klar, Pizza auftauen und nach ein paar Minuten knusprig auf dem Mittagstisch servieren, das geht auch. Oder Sonntagsbrötchen. Mir geht es aber explizit um „typische“ Backware. Kuchen. Genauer gesagt meine veganen MUFFINS!

GEHT DAS?

Backen in sooo einem kleinen „Ding“? Kommt ein Mini Backofen überhaupt auf vernünftige Temperaturen? Heizt es nasse Teige wie Rührkuchen richtig durch? Dauert das nicht ewig? Wird die Temperatur gleichmäßig verteilt? Wie hoch sind die Wärmeverluste? Ist so ein Ofen effektiv?

Einige der Fragen, die mir im Kopf herumgeschwirrt sind. Ok, technische Daten für einen Mini Backofen heraussuchen. Mal googeln, in Amazonbewertungen und Küchenforen stöbern. Hmmm, wie erwartet. Die Einen sagen so, die Anderen so. Zum selben Detail. Was also stimmt? Muss ich jetzt das teuerste Modell kaufen? Nö, auch da wurde gemeckert. Aber das billigste? Errrrr…. da kaufe ich dann vielleicht zweimal, weil der Mini Backofen nach ein paar Tagen kaputt ist – oder? Kann auch nicht sein, die Bewertungen sprechen für sich. Was tun?!

Versuch macht kluch!

Also bestelle ich mir mal drei Modelle. Ein preisgünstiges, eins mt etwas mehr Leistung und eins mit noch mehr Leistung sowie größerem Volumen. Das Ergebnis dieses Tests ist hier zu finden. Minibackofen mit Umluft im TEST.

Grundsätzlich lassen sich sämtliche oben gestellten Fragen recht positiv beantworten. Ja, die Temperaturen sind bei allen Modellen zufriedenstellend. Die Genauigkeit der Temperaturangaben an den Stellreglern sollte man grundsätzlich nicht zu scharf beurteilen. Je nach Umgebungstemperatur und Toleranzen der verarbeiteten Technik gibt es natürlich Schwankungen in der erreichten Betriebstemperatur. Die liegen aber im grünen Bereich.

Im Vergleich dazu ist es wesentlich schwieriger, eine „Küchenhexe“ auf konstanter Temperatur zu halten. Eine Holzfeuerung und wechselnde Winde am Schornstein sorgen ständig für die Änderung der Intensität des Feuers. Beim Minibackofen mit Umluft dagegen regelt der Thermostat die Temperatur im Backraum recht zuverlässig hoch und runter. Wer es ganz genau wissen will, der legt sich dieses superpreisgünstige Küchenrequisit, ein Pyrometer, zu. Kann man gut und gerne auch für die Küchenhexe verwenden und schauen, wie „genau“ dort die Temperaturangaben des eingebauten Thermometers stimmen, zumal jene Teile nur recht zäh reagieren.

Jedenfalls schafft jedes der getesteten Minibacköfen mit Umluft locker die gewünschten 160-200°C, welche man für die verschiedensten Backwerke benötigt.

Vegane Muffins aus dem Minibackofen mit Umluft

Muffins sind grundsätzlich als Rührkuchen zu sehen, zwar klein vom Volumen, aber dennoch nasser Teig. Schwerer als Hefekuchen. Daher viel Arbeit für das Backtriebmittel und den Ofen, damit das Ergebnis luftig und „kuchenartig“ ist, und kein Klansch.

Mit einem „Grill“ sollte man es gar nicht erst versuchen, der große Vorteil bei einem Minibackofen mit Umluft ist nur zu offensichtlich. Die Luft wird ständig verwirbelt, es bilden sich keine Hotspots, die Silikonformen verbrutzeln nicht, der Teig wird gleichmäßig mit Hitze umspült. Es ist ein MUSS, sämtliche Teige in Formen, vor allem in Geräten mit niedrigem Volumen, nur unter Nutzung von Umluft zu backen.

Und wie sieht das nun für unsere veganen Muffins aus? Die gehen unheimlich schnell auf, in wenigen Minuten ist die Backröhre komplett durchgeheizt, ein Klima wie auf der Venus sorgt dafür, dass nach durchschnittlich 25 Minuten das Gerät ausgeschaltet werden kann. Eine Ladung von 9-12 Muffins stellt selbst für den kleinsten Mini Backofen kein Problem dar. Nicht vergessen, die Teigmenge entspricht locker einem handelsüblichen Napfkuchen, für den man sonst eigentlich immer den „großen Ofen“ angeworfen hat!

Minibackofen mit Umluft

Quelle: Rommelsbacher

Natürlich wird man selbst bei einem Minibackofen mit gewissen Verlusten durch nach außen abgestrahlte Wärme rechnen müssen. Die Kosten düften dank der recht guten Isolierung aber niedrig sein, auch wenn die Oberseite solcher Geräte unbedingt frei bleiben sollte. Während des Betriebes konnte ich trotz des arbeitenden Gebläses im Inneren nur geringe Luftabwanderung feststellen. Dies lässt sich aufgrund des duftenden Inhaltes leicht nachvollziehen. 😉 Dafür, dass der Ofen durchschnittlich eine halbe Stunde in Betrieb war, ist es an den anderen Grenzflächen meist nur „sehr warm“, sprich, Verbrennungen hätte man nur zu befürchten, wenn man dummerweise die Hand zu lange auf vor allem die Oberseite legt. Aber über 70°C konnte ich dort nicht messen.

noch warm aus dem Minibackofen mit Umluft

Fazit

Es ist nicht nötig, nur um mal ein kleines Blech vegane Muffins backen zu wollen, die großen Geschütze aufzufahren. Konventionelle Backöfen zu nutzen bedeutet, ein höheres Luftvolumen sowie die Backröhre selbst auf Betriebstemperatur bringen zu müssen. Hat man einen längeren Backtag vor sich, mit etlichen Teigwaren über mehrere Kilogramm, dann beginnt sich auch die Küchenhexe wieder zu rentieren. Für die spontane Back-Action zwischendurch ist der Minibackofen mit Umluft aber mein absoluter Favorit.

Eine nicht ganz unwichtige Nebensache

Wer sich einen Mini Backofen zulegen will sollte unbedingt auf Innenraumbeleuchtung achten. Auch wenn solch ein Gerät aus naheliegenden Gründen keine tiiiiefen, dunklen Ecken haben kann, so hilft es doch sehr, anhand der Farbe des Teiges den Status des Backwerkes besser einschätzen zu können. „Leicht braun“ ist eben nur solange braun, bis es schwarz ist…

Preislich habe ich zudem keinen Unterschied ausmachen können zwischen einem Minibackofen ohne oder mit Licht. Maßgebend sind eben vornehmlich Heizleistung und Volumen.

Hier geht’s zu meinem kleinen Küchentest in Sachen Minibackofen mit Umluft.

Die Zubereitung – Vegane Muffins „Mohn & Vanille“

frisch gebackene vegane MohnmuffinsFür vegane Muffins mit Mohn verwende ich mein bewährtes Muffin Rezept, welches wie immer auf Ei, Milch, Butter verzichtet. Wer Probleme mit den Zähnen hat, kann auch hier statt Zucker auf Xylit zurückgreifen. Dabei nicht vergessen, nicht zu reichlich von den Muffins naschen, zu viel Xylit kann sich, wenn man ihn noch nicht gewohnt ist, auf die Verdauung niederschlagen.

Vegane Muffins - Mohn quellen lassenGebt zuerst 260ml Wasser oder Sojamilch in einen Behälter, mischt 40g Mohn unter und lasst es kurz aufkochen. Dauert in der Mikrowelle ca. eine Minute, lasst dann den Sud stehen, bis er sich abgekühlt hat. Nun habt ihr Zeit für die anderen Zutaten.

Statt purem Wasser oder Sojamilch kann man auch ganz fix Hafermilch herstellen; einfach einen Teelöffel voll Haferflocken ins Wasser geben und mit dem Pürierstab ein paar Sekunden zerkleinern. Aber bitte nicht mehr als einen TL pro einem viertel Liter, sonst wird später der Teig zu trocken. Hafer bindet nämlich viel Wasser, wenn er aufgekocht wird – und Selbiges passiert ja gewissermaßen dann in der Backröhre.

Als Mehl für meine veganen Muffins verwende ich hier Weizenvollkornmehl, handgemahlen. Macht etwas mehr Arbeit, hat aber am Ende einen schön rustikalen Geschmack, beinhaltet im Gegensatz zum Weißmehl noch alle im Kornmantel sitzenden Minerale und Vitamine. Gluten-Allergiker können statt Weizen die üblichen Ersatzmehle verwenden. Dabei im Verhältnis 60:40 mit Stärke mischen. Solltet ihr über 50% Stärke verwenden, klebt der Teig zwar noch ausreichend, neigt aber zunehmend zum Krümeln und deine mit viel Liebe gebastelten veganen Muffins sind spätestens am nächsten Tag doch etwas trocken…

Vegane Muffins - ZutatenSchüttet nun zum Mehl ca. 8g Backtriebmittel in die Rührschüssel, das entspricht ungefähr einem halben Tütchen handelsüblichen Backpulver. Dazu kommt ein halber Teelöffel Natron, ca. 3-5g. Falls ihr zum angegebenen Muffin Rezept Zitronensaft hinzugeben solltet, müsst ihr wenigstens ein Drittel mehr von Backpulver und Natron verwenden, sonst geht der Teig nicht genug auf, da das Pulver schon vorher mit der Säure in der Rührschüssel reagiert und die Treibgase dahin sind.

Gebt nun noch einen halben Teelöffel Salz und 120g Zucker bzw. Xylit hinzu, ebenso ein Tütchen Vanillezucker. Falls vorrätig, greift zu Vanilleschoten. Das Aroma ist doch meist einen Tick intensiver. Die trockenen Zutaten nun ordentlich mischen.

Vegane Muffins - ZitronenschaleFür das fruchtig-frische Zitronenaroma raspelt ihr nun noch eine Zitronenschale ab. Aber bitte nur, wenn sie aus dem Bioladen kommt. Die konventionellen werden derartig oft mit Pestiziden behandelt, dass man sonst lieber auf diese Aromanote verzichten sollte, wenn nix „Gesundes“ im Haus ist. Das gilt übrigens für jedes Muffin Rezept, nehmt lieber Bio, auch wenn es meist ein paar Cent mehr kostet. Die Gesundheit ist unbezahlbar. Hinweis, mit Zitronensaft bekommt man zwar den Zitronengeschmack hin, aber die typisch intensive Duftnote und der zitronige Nachgeschmack funktioniert nur mit dem Öl aus der Schale!!!

Vegane Muffins - Zutaten mischenInzwischen sollte der Mohnsud abgekühlt sein, gießt ihn nun zu den trockenen Zutaten in die Rührschüssel. Sobald alles grob vermischt ist, gebt nun die vegane Margarine hinzu. Alternativ kann auch Öl verwendet werden, dabei sollte bedacht werden, dass die Margarine einen entsprechenden Wasseranteil hat. So kann man durchschnittlich von 80% Fett ausgehen, die restlichen 20% also einfach als Wasser zugeben und die Mengenangaben stimmen wieder.

Vegane Muffins - in Silikonformen

Jetzt alles KURZ durchrühren, es kann auch noch etwas feinklumpig sein. Wird zu lange gerührt, geht ein Teil des Backtriebmittels schon verloren und die veganen Muffins später nicht fluffig genug auf. Die Silikonformen sollten bereits fertig auf dem Backblech drapiert sein, diese nun mit 2-3 Teelöffel Teig füllen. So, dass sie zu etwa zwei Dritteln gefüllt sind. Nicht vergessen, die kleinen Biester gehen in Kürze noch kräftig in die Höhe.

Vegane Muffins - Mini Backofen

Den Minibackofen mit Umluft solltet ihr nun schon fünf Minuten angeschaltet haben, in der Zeit kommt meiner locker auf die benötigten 170°C. Klappe auf und schnell rein mit den Muffins. In ca. 25 Minuten sollte eine Stäbchenprobe (hölzerner Zahnstocher oder Schaschlykspieß) erfolgen. Es darf nichts mehr daran kleben. Ich habe die besten Ergebnisse um 35 Minuten, in Abhängigkeit vom Wassergehalt. Aber selten dauerte es mehr als 40 Minuten, bis das Ergebnis zufriedenstellend war.

Vegane Muffins fallen zwar nicht zusammen, wenn man sie gleich aus dem Ofen nimmt, aber ich lasse sie dennoch etwas in der halboffenen Röhre stehen. Zum Einen backen sie so noch etwas nach und ich kann durchaus schon mal fünf Minuten eher abschalten, was natürlich Strom spart. Zum Anderen bilden sie dadurch eine Art feine Kruste aus, was vor allem bei den herzhaften Varianten von meinen veganen Muffins bisher recht gut passte.

Vegane Muffins - Mini Backofen mit Umluft und fertige vegane Muffins

Alternativ kann man die Muffins aber auch gleich aus dem Ofen holen, muss sie aber so schnell wie möglich aus der Silikonform nehmen, damit der Wasserdampf aus dem Inneren besser abziehen kann, solange der Teig noch heiß ist. Hier, bei der süßen Variante mit Mohn und Vanille kann man sie aber ruhig in der Form lassen, bis sie ausgekühlt sind. Diese „Kaffee-Küchlein“ will man ja eher weich und fluffig, statt knusprig.

Vegane Muffins aufgeschnitten

 

Für 9-12 kleine vegane Muffins mit Mohn & Vanille

Die verwendeten Zutaten in der Übersicht:

• 250g Weizenvollkornmehl

• 260ml Sojamilch oder Wasser

• 120g Zucker oder Xylit (gern auch weniger!)

• 100g vegane Margarine (z.B. Alsana)

• 40g Mohn

• 1 Päckchen Vanillin-Zucker (7g)

• 1/2 Tütchen bzw. 8g Backpulver

• 1/2 TL bzw. 3-5g Natron

• eine abgeriebene BIO-Zitronenschale

 

Sonstige Daten

• Vorbereitung der Zutaten etwa 10 Minuten

• Backzeit etwa 30 Minuten

• Backtemperatur etwa 170°C

Guten Appetit und schreibt mir über eure Ergebnisse. Gern auch mit Bildern von euren veganen Muffin-Eigenkreationen im Kommentarbereich.

Ava :)

zum Kaffee vegane Muffins mit Mohn

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